31.Mai 2009

::. Röver statt Reimann

Auf der Suche nach den verlorenen Wählern: die SPDDie örtliche SPD oder zumindest ihr Ortsvereinsvorsitzender, der die Homepage www.spdinfo.de betreibt, plädiert weiterhin dafür, bei der Bundestagswahl möge das linke Lager die SPD-Direktkandidatin Dr. Carola Reimann unterstützen.

Der guten Ordnung halber ist darauf hinzuweisen, dass die Braunschweiger SPD-Kandidatin in namentlicher Abstimmung für die Grundgesetzänderung zur sog. ‘Schuldenbremse’ gestimmt hat – der CDU-Abgeordnete Carsten ‘Bankleitzahl’ Müller auch.

Das passierte gegen den ausdrücklichen Rat von IGM, ver.di und DGB.

Alle Direktkandidaten, die für die sog. Schuldenbremse gestimmt haben, sind für DIE LINKE und für GewerkschafterInnen nicht wählbar. Es bleibt abzuwarten, ob Einzelne hinter den Kulissen sich dafür einsetzen, den falschen Beschluss des Bundestages im Bundesrat zu Fall zu bringen. Ansonsten bleibt es dabei: RÖVER (oder Blöcker) statt Reimann.

31.Mai 2009

::. Kinderbetreuung in Volkmarode besser – in anderen Stadtteilen Ausweitung gebremst

kita_kampagneIn den letzten Wochen hat sich die Politik in und für Volkmarode sehr stark in die Gremienarbeit verflüchtigt. Der Jugendhilfeausschuss und der Rat hatten über die Ausweitung der Schulkindbetreuung an der Grundschule zu beraten. Die Entscheidung über die Trägerschaft für die neue Kita am Kruseweg war fest zu zurren.

Inzwischen steht fest: Die AWO wird die neue Kita betreiben. Am gestrigen Samstag hatte ich Gelegenheit, anzuregen, dass die AWO sich und ihr Konzept für die neue Kita vielleicht bereits auf der kommenden Stadtbezirksratssitzung am 4.6. den Eltern vorstellt. Nötig ist das. Denn leider hat die Stadtverwaltung den Eltern, die ihr Kind im Laufe des letzten Jahres bereits angemeldet haben nicht verraten, ob sich die Zahl der Anmeldungen und der Plätze die Waage hält. Und dies, obwohl OB Hoffmann in seiner OB-Sprechstunde seinen Fachbereichsleiter öffentlich anwies, den Eltern schnell zu signalisieren, ob ihre Anmeldung erfolgreich sein wird.

In Sachen Schulkindbetreuung hat die Stadtverwaltung nach der OB-Sprechstunde leider eine Politik der Entsolidarisierung vorgeschlagen. Und die schwarz-gelbe Oberbürgermeistermehrheit im Rat ist dem gefolgt. Für Völkenrode, Querum und Volkmarode wird die Schulkindbetreuung entgegen der ursprünglichen Planungen ausgeweitet. Das ist gut, aber auch schlecht.

Denn den Preis dafür zahlen nun die Eltern in anderen Stadtteilen, da das Geld für diese Planänderung aus der wegfallenden Ausweitung der Betreuungszeiten an vielen Kitas im Stadtgebiet kommt. Dagegen hat der Jugendhilfeausschuss mit Elke Flake (Grüne) und den engagierten ElternvertreterInnen vergeblich protestiert. Der zuständige Sozialdezernent Ulrich Markurth (SPD) hat sich in diesem Punkt nicht durch Konfliktfreude Respekt verschafft.

Die CDU-Oberbürgermeister in Wolfsburg und Salzgitter übrigens unterstützen die Kinder- und Jugendpolitik der ZensURSULA. Hoffmann nicht. Dass die Braunschweiger SPD diesen Widerspruch nicht öffentlich thematisiert, sagt viel über Politikunfähigkeit aus.

22.Mai 2009

::. IGS Volkmarode: Anmeldung, Planung, Ziele

Geschrieben von: Uwe Meier, www.unser-braunschweig.de

Anmeldezeiten in der nächsten Woche: Montag den 25. bis Mittwoch den 27. Mai 2009, jeweils 8.00 bis 17.00 im Schulzentrum Volkmarode.

IGS Volkmarode in Gründung

IGS Volkmarode in Gründung

Die neue IGS in Volkmarode befindet sich in der fortgeschrittenen Planungsphase. Elf erfahrene Lehrerinnen und Lehrer sind in der Planungsgruppe, die der Studienrat Christian Düwel leitet.

Am 6. Mai 2009 fand ein Informationsabend statt, an dem auch die Anmeldetermine bekannt gegeben wurden. Die Schule wurde vorgestellt. Die IGS Volkmarode ist die vierte IGS in Braunschweig und wird derzeit aufgebaut. Ihr Einzugsbereich ist die Stadt Braunschweig. Die Organisation und die Art des Unterrichts sind ähnlich wie die der bereits in Braunschweig bestehenden IGSen. Es gibt aber auch neue Elemente an der neuen Schule.Im ersten Jahr, ab Anfang August 2009, werden 5 Klassen mit etwa 140 Schülerinnen und Schülern von 11 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Mit jedem neuen Jahrgang wird die Schule „wachsen“.

Wichtig ist für die Schule, dass Kooperationen mit Partnern aus Kultur, Sport, Ökologie, Wissenschaft und Wirtschaft sowie der öffentlichen Jugendarbeit eingegangen werden. Erste verbindliche Zusagen vom Staatstheater Braunschweig, der Bürgerstiftung Braunschweig, dem Leistungssport Basketball Braunschweig sowie dem Universitätssportclub Braunschweig liegen vor. Weitere Kooperationen werden dazukommen, hoffentlich auch aus den vielen Bundesforschungsanstalten, die Braunschweig hat. Weiterlesen →

4.Mai 2009

::. Informationsveranstaltung für Eltern – Stadt informiert über IGS Volkmarode

Möglicher IGS-Standort

Sie wird es: 4. IGS in Braunschweig-Volkmarode

Braunschweig. Die IGS Volkmarode nimmt zum Schuljahr 2009/2010 ihre Arbeit auf. Aus diesem Grunde lädt die Stadt am Mittwoch, 6. Mai, Eltern zu einer Informations-veranstaltung in das Atrium des Schulzentrums Volkmarode, Seikenkamp 10 a, ein und informiert über Arbeit und Räumlichkeiten der Schule.

Als Ansprechpartner steht der Leiter der Planungsgruppe, Christian Düwel, zur Verfügung. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Die Anmeldungen für die 5. Klasse der IGS Volkmarode werden wie an allen weiterführenden Schulen in Braunschweig in der Woche vom 25. bis 27. Mai entgegen genommen. Das Sekretariat der IGS Volkmarode ist an diesen Tagen von 8 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Für weitere Informationen ist die Schule unter der Telefonnummer 3 66 12 zu erreichen.

Kontaktdaten:  Stadt Braunschweig, Pressestelle,  Platz der Deutschen Einheit 1,  38100 Braunschweig

Postfach 3309

38023 Braunschweig

  • Telefon: (0531) 470 – 37 73
  • Telefax: (0531) 470 – 29 94
  • Mail: pressestelle@braunschweig.de

29.April 2009

::. CDU Volkmarode zerstritten, SPD Volkmarode auch

340_4090In der Sondersitzung des Stadtbezirksrates Volkmarode hat es die CDU zerlegt. Zunächst kündigte der Bezbürgermeister an, die Vorlage zur Betriebsträgerschaft der Kita am Kruseweg werde mehrheitlich abgelehnt (ev. Kirche nach dem Willen der Dorf-CDU, Awo schlägt die Verwaltung vor). Dann berichtete Herr Bauer vom Fachbereich Kinder und Jugend kurz über die Entscheidungsfindung in der Verwaltung. Die Kriterien blieben dabei im Dunklen. Daraufhin tagte der Bezirksrat fast eine halbe Stunde nichtöffentlich hinter der verschlossenen Glastür.

Bei der Abstimmung über die Vorlage stimmten am Ende schließlich 2 CDU` ler für, 2 gegen die Vorlage und die Fraktionsvorsitzende der CDU enthielt sich. SPD auch 1 Ja und 1 Nein, FDP und Grüne pro Awo machte dann in der Summe 5  Ja, 1 Enthaltung bei 3 Nein zum Vorschlag Awo.

Die Pointe besteht nun darin, dass die Findungsgruppe geheim tagt, dann berichtet die Verwaltung nur abstrakt über den Entscheidungsfindungsprozess, dann wird nichtöffentlich getagt und am Ende wird gesagt, bei der Entscheidung pro Awo sei die Elternbeteiligung eines der besonders wichtigen Kriterien gewesen. Die Awo habe mit weitem Abstand die beste Bewerbung vorgelegt. Die Eltern allerdings sind nirgends beteiligt – auch werden die pädagogischen Konzepte nicht öffentlich präsentiert. Und selbst das Zuhören bei der Diskussion der Mandatsträger war den Eltern verwehrt.

Das ist jetzt unsere Aufgabe: Die Diskussion darüber, welche pädagogischen Konzepte die besten für die Kinder sind, in die interessierte Öffentlichkeit tragen – Stichwörter: gläsernes Rathaus und Qualität in der Kinderbetreuung.

25.April 2009

::. Man liest es gern: DRK-Kita Fallersleben West hat Extra-Gelände mit Bachlauf geschaffen – Bald Anerkennung als Kneipp-Kita

Wasser marsch: Auf dem Gelände der DRK-Kindertagesstätte West in der Helgolandstraße plätschert seit gestern ein Bachlauf – aber nicht nur zum Planschen. Das Gewässer ist wichtiger Bestandteil des Konzepts als Kneipp-Kindergarten.

Rund 20 Familien haben am gestrigen Studientag mitgeholfen, damit pünktlich zur Rückkehr des schönen Wetters der Wasserlauf in Betrieb genommen werden konnte. Zum Abschluss der Arbeiten mussten noch feiner Kies und größere Steine auf dem Gelände verteilt werden, außerdem wurden Sitzbänke aufgestellt und Unkraut gejätet. Klar, dass die Jungen und Mädchen nach vollbrachter Arbeit gleich den ersten Kneipp-Gang einlegten und zum Wassertreten ins kühle Nass stiegen. Der Naturbeobachtung dient dagegen der kleine Teich unterhalb des Bächleins.

Mit dem Bachlauf hat die DRK-Kita ihrem Gesundheitskonzept das entscheidende letzte Mosaiksteinchen hinzugefügt. “Wir sind seit 2004 auf dem Weg zur Kneipp-Kita”, erläutert Leiterin Katja Haake. “Was bisher noch etwas zu kurz kam, war das Wasser. Mit dem Bach haben wir das nun verstärkt und können das intensiv nutzen. Schuhe und Strümpfe aus, und dann können die Kinder den Wasserreiz auf ihrem Körper erleben.” Der Lohn für die Arbeit: Anlässlich des Kita-Sommerfests am 13. Juni bekommt die Einrichtung die Plakette überreicht, die die Zertifizierung als Kneipp-Kita dokumentiert und für vier Jahre gilt.

“Der Bachlauf ist aber nur möglich geworden durch zwei große Spenden”, betont die Kita-Leiterin: 3800 Euro gab es von der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, weitere 2500 Euro kamen von der Sparkassen-Kulturstiftung. Und weil die Fördergelder an Eigenleistung gebunden waren, hat beispielsweise der Hausmeister die sichere Einzäunung des Bach-Geländes übernommen – und gestern waren dann abschließend die Eltern gefordert.

Fünf Säulen umfasst das ganzheitliche Konzept der Kneipp-Kita, das auch für die Krippe der DRK-Kita Fallersleben West gilt: Wasser, gesunde Ernährung, Bewegung, Heilpflanzen und Lebensordnung.

22.April 2009

::. Schulkindbetreuung für 20 weitere Kinder in Volkmarode kommt – OB Hoffmann gibt sein Wort!

Kinder an die Macht!

Kinder an die Macht!

Noch in der Planungsrunde Anfang März hatte die Verwaltung alle Forderungen nach mehr Schulkindbetreuung abgelehnt. Dafür sei kein Geld da, hieß es. Begründet worden war dies mit der gesetzlichen Verpflichtung, zunächst für eine bessere Versorgung mit Krippen- und Kita-Plätzen sorgen zu müssen.

Diese in Aussicht genommene Fehlentscheidung war den Eltern nicht verborgen geblieben. Immerhin stehen sie bei unzureichender Kinderbetreuung vor der Entscheidung, die eigene Berufstätigkeit einschränken zu müssen, um Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können.

OB-Sprechstunde: Soviele BürgerInnen kommen sonst nicht!

OB-Sprechstunde: Soviele BürgerInnen kommen sonst nicht!

Deshalb war die Freude und Überraschung groß als OB Hoffmann im rappelvollen Versammlungsraum der Feuerwehr Volkmarode einsichtig die bisherige Politik seiner Verwaltung korrigierte. Er habe heute Nachmittag in Vorbereitung auf die Sprechstunde mit dem Kämmereiamt zusammengesessen und könne eine gute Nachricht verkünden. Durch Umschichtungen im Haushalt werden gut 150.000 Euro frei gemacht. Ab dem 1.8. wird es eine weitere 20er-Gruppe zur Kinderbetreuung an der Grundschule Volkmarode geben.  Und auch in Völkenrode und in Querum wird eine weitere Gruppe eingerichtet.

Was in den Gremien hinter der Rathauskulisse zunächst unmöglich schien, hat selbstorganisierte Interessensvertretung der Eltern geschafft.  Gelebte (Eltern-)Demokratie kann politische Blockaden durchbrechen. Radikal-demokratische Stadtteilarbeit lohnt sich.

Nach der Durchsetzung des Kita-Neubaus am Kruseweg ist dies ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, soziale Stadtteilentwicklung gegen politische Widerstände durchzusetzen.  Nun muss die Grundschule ausgebaut werden, damit dort auch 2010 Platz für mehr Kinderbetreuung und neue Klassenräume ist, ohne dass der Musikraum geopfert werden muss.