6.April 2008...00:44

::. Volkmarode braucht mehr Raum für die Kinder

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Mit einer gewissen Zufriedenheit darf DIE LINKE Volkmarode auf das letzte Jahr des Streites um die Kita am Kruseweg zurückblicken. Hieß es vor einem Jahr noch, der Neubau sei unnötig, so hat nun zunächst der Jugendhilfeausschuss am 1.4. mit Mehrheit und am 3.4. auch der Stadtbezirksrat EINSTIMMIG beschlossen, der Neubau muss kommen und er muss zumindest Platz für drei Gruppen bieten.

Nun entscheiden Verwaltungsausschuss und Rat der Stadt. Die Stadtverwaltung favorisiert den Bau von zunächst 2 Gruppenräumen. Vor Ort und von der Fachpolitik werden 3 Gruppenräume gefordert, auch weil der sofortige Bau von 3 Gruppenräumen voraussichtlich billiger sein wird und damit zugleich Platz für die dringend notwendige Modernisierung der Kita am Feuerteich geschaffen werden kann.

Leider ist ein Gesamtkonzept für eine gute Kinderpolitik in Volkmarode noch nicht in Sicht. In der Stadtbezirksratssitzung wurde deutlich, dass zum August 2008 die benötigten zusätzlichen 15 Plätze für die Schulkindbetreuung an der Grundschule Volkmarode nicht geschaffen werden. Der Antrag auf bedarfsberechte Ausweitung des Hortangebotes wurde abgelehnt, weil keine Räume an der Grundschule zur Verfügung stehen und die Aussicht auf neue, brauchbare Räume nicht konkret benannt wurde.

Es fehlt schlicht derzeit an zusätzlichen Räumen für die Kinder in Volkmarode: Die Krippenbetreuung wird 2009 gestartet, soll aber 2013 einen Betreuungsgrad zwischen 20% (alte Planung der Stadt) bis 35% (Ziel: von der Leyen, CDU-Bundesfamilienministerin) erreicht haben. Für die 3- bis 6jährigen wird es ab 2009 110 bis 130 Plätze in Volkmarode geben, aber es wird nachfolgend nach bisherige Planung auch weiterhin nur 20 Plätze in der Hortbetreuung geben. Dieses Gefälle in der Betreuung ist hochproblematisch.

Kurzfristig sorgt die Stadt dafür, dass in der alten Rappelkiste in Dibbesdorf durch eine Außengruppe der städt. Kita Hondelage ab August 2008 ausgeholfen wird. Aber leider wird für diese Interimslösung nicht geworben. Eltern wollen wissen, wie die Betreuung der Rappelkistenkinder in 2009 dann weiter geht, bevor sie ihr Kind in Dibbesdorf anmelden.

Um die Raumfragen zu klären, hat die LINKE am 3.4. angefragt, ob nicht das in städtischen Eigentum befindliche Gebäude zwischen Remenhof und Feuerwehrhaus in Volkmarode öffentlich genutzt werden kann. Seit längerem steht es leer.

Bezirksgeschäftsstellenleiter Herr Ahlborn hat zugesichert, den Bezirksrat über die Nutzungsmöglichkeiten für dieses Gebäude zu informieren. Klar ist: Wenn es nicht für Kinderbetreuung oder als neuer Standort der Bücherei benötigt wird, wäre es für die notwendige, zu verbessernde Seniorenarbeit zentral gelegen.

Klar ist seit der letzten Bezirksratssitzung auch: Als gewählter Vertreter vorne am Tisch gibt es ganz andere Möglichkeiten, politisch durch Anfragen, Anträge und Initiativen tätig zu werden. Diese Möglichkeiten nicht nutzen zu können, ist jammerschade. Ob DIE LINKE es schafft, in den nächsten 5 Monaten bis zum Einstieg in die nächste Haushaltsplanberatung den nötigen politischen Druck aufzubauen, damit im nächsten Jahr schlüssige Konzepte umsetzbar sind, ist ungewiss. Wir arbeiten dran. Aber noch werden die Entscheidungen hinter dem Rücken der betroffenen Eltern beschlossen.

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